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Gerbstoffe - Medizinlexikon
phenol. Pflanzeninhaltsstoffe. In der Natur weit verbreitet, besitzen Eigenschaft, mit Eiweißstoffen tier. Häute unlösl. u. wenig quellbare Verbindungen zu bilden, was auf der Fähigkeit beruht, Eiweißmoleküle, meist über H-Brücken, miteinander zu vernetzen. G. sind wasserlösl., schwach sauer reagierende stickstofffreie Polyphenole mit hohen relativen Molekülmassen. Bilden beim Lagern infolge Selbstkondensation o. Oxidation wasserunlösl. Verbindungen (Phlobaphene) unter Verlust ihrer gerbenden Eigenschaften. Einteilung nach der chem. Struktur in hydrolysierbare u. nichthydrolysierbare (kondensierte) G. Anwendung von Gerbstoffzubereitungen äußerl. u. a. bei Stomatitis, Hämorrhoiden u. Frostbeulen, innerl. bei hyperazider Gastritis u. Darmkatarrhen.
© Elsevier GmbH, München
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