Glukokortikoide - Medizinlexikon

Hormone der Nebennierenrinde, die v. a. auf den Kohlenhydrat-, Fett- u. Eiweißstoffwechsel wirken. Die wichtigsten Vertreter sind Cortisol (Hydrokortison), Kortison u. Corticosteron. Synthet. G. sind Prednison, Prednisolon, Dexamethason, Triamcinolon u. a. Sie erhöhen die Glykogenbildung in der Leber, steigern den Blutzuckerspiegel, fördern die Glukoneogenese, steigern den Eiweißabbau im Muskel, bewirken eine neg. Stickstoffbilanz u. begünstigen die Lipolyse im Fettgewebe (katabole Wirkung). Ihre Wirkungen sind antagonist. zu denen des Insulins. Darüber hinaus wirken sie als Entzündungshemmstoffe (Antiphlogistika) sowie hemmend auf die Wundheilung; sie unterdrückten die Antikörperbildung u. verhindern die Abstoßung transplantierter Gewebe. Cortisol verursacht eine Verminderung der eosinophilen Granulozyten im Blut. Die G. sind Steroidhormone u. werden aus dem Cholesterin synthetisiert. Ihre Biosynthese u. Sekretion unterliegt einer neg. Rückkopplungskontrolle, an der die Adenohypophyse (adrenokortikotropes Hormon) u. der Hypothalamus (corticotropinfreisetzendes Hormon, Hypothalamushormone) beteiligt sind. Alle G. haben eine unterschiedl. starke, aber gleichsinnige Wirkung auf den Mineralhaushalt wie die Mineralokortikoide. Durch Variation der chem. Struktur kann die biol. Wirksamkeit der künstl. G. qualitativ verändert werden. Cushing-Schwellendosis.

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