Haber-Regel - Medizinlexikon

toxikol. Regel, die besagt, daß bei den meisten Giften das Produkt aus Konzentration bzw. Dosis (C) u. Einwirkungszeit (t) für die Wirkung (W) konstant ist. D. h. geringe Konzentrationen bzw. Dosen wirken nach langer Zeit genau so wie hohe Konzentrationen in kurzer Zeit C · t = W (const). Damit wird zu der Paracelsus-Regel „Sola dosis facit venenum“, die die Dosis-Abhängigkeit von Giften beschreibt, die Zeitabhängigkeit der Giftwirkung in Beziehung zur Dosis beschrieben. Diese Regel gilt allerdings nicht für alle Gifte. Bei sehr langen Einwirkungszeiten u. sehr geringen Konzentrationen kann durch Entgiftungsvorgänge ein wirkungsfreies Intervall (e) entstehen. Ausgedrückt als (c–e) · t = W(const). Summation bei Kanzerogenen u. U. über sehr lange Zeit.

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