Hämagglutinin - Medizinlexikon

1. virusspezif. Oberflächenantigen des Envelope von Influenzaviren („spikes“) u. anderen Virusarten. Bewirkt Anheften des Virus an Glykoproteinrezeptoren der Zelloberfläche (Hämagglutination), Induktion virusneutralisierender Antikörper. Bedeutung für Virusdifferenzierung u. Antikörpernachweis. 2. Antikörper, der Erythrozyten agglutiniert. Eiweißstoffe, die in versch. Pflanzen (Phytohämagglutinine) vorkommen. Sie wirken nur tox., wenn sie in die Blutbahn gelangen. Bei oraler Aufnahme ist ihre Giftwirkung gering. H. werden beim Erhitzen denaturiert, d. h. unwirksam gemacht. Isohämagglutinine: Antikörper gegen Erythrozyten der eigenen Art. Heteroagglutinine: Antikörper, die Erythrozyten anderer Spezies agglutinieren.

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