Hämiglobinnachweis - Medizinlexikon

Bestimmung mittels eines einfachen Photometers. Spez. Absorption 630 nm. Durch Zusatz von Cyanid bildet sich Cyanhämiglobin mit Absorptionsmaximum bei 546 nm. Durchführung im Blutausstrich nach Kleihauer. Hämiglobin (Methämoglobin) entsteht durch Oxidation des reduzierten Hämoglobins unter Umwandlung von Fe(II) in Fe(III). Unter physiol. Bedingungen kommt Met-Hb nur in Spuren von 0,2–1 % vor, da das laufend gebildete Met-Hb bei intaktem Zellstoffwechsel ständig im Verlauf der Glykolyse durch ein Reduktasesystem reduziert wird. Nachweis von Met-Hb beruht auf der Hemmung der peroxidat. Aktivität des Met-Hb nach Umwandlung des Hb in Cyanmet-Hb. Letzteres wird aus den Erythrozyten durch ein spezif. Elutionsmittel herausgelöst, während das Oxyhämoglobin verbleibt. Nach Färbung mit saurem Hämatoxylin u. Erythrosinlösung erscheinen im Ausstrich Oxi-Hb-Zellen leuchtend rot, Met-Hb-Zellen als leere Schatten. Anstieg des Met-Hb bei Einwirkung tox. Substanzen (Phenacetin, Nitrobenzen) u. bei kongenitalen Enzymopathien. Methämiglobin wird bei der photometr. Bestimmung des Gesamthämoglobins miterfaßt.

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