HbA1 (HbA1) und HbA1c (HbA1c) B

Referenzbereich Blut [TLD]

HbA1:

  • Normal: 5–7 %
  • Bei Diabetikern: gut < 8 %, mäßig 8–9,5 %, schlecht > 9,5 %

HbA1c:

  • Normal: 4–6 %
  • Bei Diabetikern: gut < 6,5 %, mäßig 6,5–7,5 %, schlecht > 7,5 %

Hintergrund

Das HbA1 (HbA1) oder HbA1c (HbA1c) ist unverzichtbar zur Langzeitkontrolle des Diabetes .

Glukose und andere Einfachzucker binden konzentrationsabhängig an Bluteiweiße und den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Diese »Verzuckerung« (Glykierung) ist nur in den ersten Stunden umkehrbar. Danach bleibt sie bis zum Abbau des roten Blutkörperchens bestehen (»Blutzuckergedächtnis«).

Der Anteil der Glykohämoglobine (glykosylierten Hämoglobine, glykierten Hämoglobine, Zuckerhämoglobine) am Gesamthämoglobin wird labordiagnostisch zur Blutzucker-Langzeitkontrolle bei Diabetes genutzt. Blutzuckererhöhungen über wenige Stunden erhöhen die Glykohämoglobine kaum. Bei Erkrankungen mit verkürzter Lebensdauer der roten Blutkörperchen sind die Glykohämoglobine nur eingeschränkt verwertbar.

Am häufigstem wird das HbA1c bestimmt. Es ist eine Untergruppe des HbA1, bei dem sich die Glukose an eine bestimmte Stelle des Hämoglobinmoleküls angelagert hat.

Bestimmung im Blut

Langzeitkontrolle der Blutzuckereinstellung

HbA1-Erhöhung

Hoher Blutzucker in den letzten 6–8 Wochen

© 2008 Knaur Ratgeber Verlag, München

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