Heilwässer, natriumhaltige - Medizinlexikon

natürl. mineralstoffhaltige Wässer, die bei einem Gesamtmineralstoffgehalt von über 1 000 mg/l mind. 20 mval% an Na+ aufweisen. Sie kommen meist als Natriumchlorid-, Hydrogenkarbonat- o. Sulfatwässer vor. Natriumchloridheilwässer mit über 240 mval Na u. Cl werden als Solen bezeichnet. Sie werden überwiegend zu Bädern verwendet. Ihre Wirkungen werden über Veränderungen des Hautzustands vermittelt. Hauptindikationsbereiche sind rheumat., Haut- u. gyn. Erkrankungen. Sie werden wegen synergist. Wirkungen bei Hautkrankheiten häufig mit der UV-Ther. kombiniert (Solephototherapie). Für Trinkkuren werden nur hypotone n. H. verwendet, u. zwar zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen orthostatischen u. anderen vegetativen Regulationsstörungen sowie zur Natrium- u. Flüssigkeitssubstitution im Alter. Die Schwellenkonzentration für diese Wirkungen liegt bei 500 mg Na+/l.

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