Hochfrequenzkoagulation - Medizinlexikon

1907 eingeführte, seither im Hinblick auf die Erzeugung der Hochfrequenzenergie wesentl. verbesserte Methode zur Gewebevernichtung, insbes. bei Operationen bösartiger Geschwülste. Die elektr. Energie wird über den elektr. Widerstand des zu vernichtenden Gewebes in Wärme umgewandelt. Die örtl. freiwerdende Wärmeenergie hängt vom spezifischen Gewebewiderstand, der Elektrodenform, der Einwirkungsdauer u. der Stromform (kontinuierl. o. gepulste HF-Schwingungen) ab. Unterschieden wird die Tiefenkoagulation u. die Blutstillung. Bei der ersteren wird das Gewebe mit Kugel- o. Plattenelektroden mit großen Stromdichten großflächig verkocht u. anschließend abgetragen. Blutstillung kann entweder an einzelnen Gefäßen mit Pinzetten o. Klemmen mit impulsmodulierten HF-Strömen erfolgen o. großflächig bei Sickerblutungen.

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