Hochfrequenzwärmetherapie - Medizinlexikon

Synonyme: Hochfrequenztherapie HF-Ther.

früher als Diathermie bezeichnete Anwendung hochfrequenter elektr. Ströme o. elektromagnet. Felder zur Erwärmung einzelner Körperbereiche o. des ganzen Körpers (Hyperthermie). Die Wirkung beruht auf der Umwandlung elektr. Energie in Wärmeenergie durch den elektr. Widerstand der Körpergewebe. Angewendet werden heute Kurzwellen (Frequenz 27 MHz, Wellenlänge 11 m), nach der Kondensatorfeld- o. Spulenfeldmethode, Dezimeterwellen (Frequenz 437 MHz, Wellenlänge 0,69 m) u. Mikrowellen (Frequenz 2 450 MHz, Wellenlänge 0,12 m) nach der Strahlenfeldmethode (elektromagnet. Strahlung eines Dipols). Die Erwärmung der einzelnen Gewebeschichten ist abhängig von den physikal. Konstanten der Gewebe (elektr. Widerstand ? u. Dielektrizitätskonstante E) u. den geometr. Verhältnissen der Gewebeschichten. Da erstere frequenzabhängig sind, ergeben sich typ. voneinander abweichende Temperaturverteilungsmuster im Gewebe. Die Dosierung der H. erfolgt durch Messung der vom Gerät abgegebenen Leistung o. subjektiv nach dem Wärmeempfinden des Pat. Die Ind. ergibt sich aus der Notwendigkeit, erkrankte Gewebe zu erwärmen. Wirkungen im bestrahlten Objekt: Schmerzlinderung, Steigerung der Durchblutung, Muskelrelaxation, Stoffwechselzunahme, Anwendung bei entzündl. Prozessen, insbes. bei rheumat. Erkrankungen u. nach Traumen. Kurzwellentherapie, Dezimeterwellentherapie, Mikrowellentherapie.

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