Höhenstrahlung - Medizinlexikon
Synonyme: kosm. Strahlung
von Hess (1911/13) u. Kohlhörster (1913/14) entdeckte, sehr energiereiche, aus dem Weltraum einfallende Strahlung. Die in die äußere Atmosphäre einfallende Strahlung besteht im wesentl. aus Protonen u. mit geringerer Häufigkeit aus Alphateilchen, Atomkernen u. Teilchenenergien bis 1020 eV. Beim tieferen Eindringen in die Atmosphäre entstehen durch Stoß sek. Nukleonen u. Mesonen sowie Photonen sowie pos. u. neg. Elektronen. Ein Höhenstrahlteilchen kann bis zu 1011 Sekundärteilchen erzeugen. In Erdbodennähe besteht die H. zu 80 % aus ?-Mesonen. Im extraterrestr. Raum beträgt die Teilchenflußdichte etwa 4 Teilchen/cm2 s. Im Höhenbereich der Überschallflüge (~ 20 km) können während solarer Eruptionen Oberflächendosisleistungen von über 10 rem/h entstehen. Bei Weltraumflügen können im Bereich max. Flußdichte (~ 3 000 km Höhe) in der Kabine 100 rem/Tag auftreten.
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