HTLV - Medizinlexikon

Abk für engl. Human T-cell lymphotropic virus u. Human T-cell leukemia virus; Erstisolierung von HTLV-I 1978 u. von HTLV-II 1982 durch R. Gallo. Retrovirus mit mind. 2 Serotypen. Nach jahrelanger Inkubationszeit Transformation der infizierten Zellen mit Erkrankungen. HTLV-I kommt v. a. in Indien, Japan, Karibik, Neuguinea, Zentralafrika vor u. kann zu adulter T-Zell-Leukämie, T-Zell-Lymphomen (Mycosis fungoides, Sézary-Syndrom), Myelopathie mit spast. Lähmungen (trop. spast. Paraparese), Arthritis u. Augeninfektionen (Keratokonjunktivitis, Iritis, Uveitis, Retinitis) führen. HTLV-II (hauptsächl. in USA) wurde bei Haarzellenleukämie isoliert. Als HTLV-III wurde früher das humane Immundefizienzvirus (HIV) bezeichnet.

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