Hyperämie - Medizinlexikon

vermehrter Blutgehalt von Organen o. Teilen derselben. Aktive H.: art. H.; beruht auf vermehrter arterieller Durchblutung durch Weitstellung von Arteriolen, aber auch Kapillaren u. Venolen (funktionelle H., kompensator. H., reaktive H., Entlastungshyperämie). Passive H.: venöse H.,Stauungshyperämie; beruht auf Blutabflußbehinderung in venösem Gefäß bei völligem o. teilweisem Verschluß desselben; von innen durch Thromben u. von außen durch Tumoren, Strangulation, Exsudat o. Stieldrehung entsprechender Tumoren (Myome, Ovarialkystome). Folgen reichen von Ödembildung bis zur hämorrhagischen Infarzierung. Terminale H.: Weitstellung des terminalen Strombettes mit verlangsamter Durchströmung des Blutes unter Bildung von Fibrinthromben u. Schwellung der Kapillarendothelien. Folge: Nekrosen; tritt auf u. a. bei Entzündungen, Erfrierungen, Verbrennungen.

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