Hyperprolaktinämie - Medizinlexikon

permanente Bereitschaft, auf ein Reizsignal in supraphysiolog. Höhe PRL auszuschütten (latente Form) u./o. die dauerhafte Erhöhung des Serum-PRL (manifeste Form) außerhalb von Schwangerschaft u. Laktation. Ursachen der latenten H.: funktionell, z. B. bei individuell erhöhter Streß-Sensibilität, der manifesten prolaktinproduzierender HVL- Makro- o. Mikroadenome, mit o. ohne Sellavergrößerung (Prolaktinom), Unterbrechung der Transportwege im Infundibulum o. Sekretionshemmung durch Psychopharmaka des prolaktinhemmenden Faktors (PIF = Dopamin). Weitere funktionelle H. bei hypothyreoter Stoffwechsellage, durch vermehrte endogene Sekretion von TRH, das auch als Prolactin-Releasing-Faktor wirkt; schwere int. Krankheiten wie z. B. Niereninsuffizienz bzw. Urämie führen zur H. Chir. o. medikamentöse Ther. je nach DD mögl. H. führt bei der geschlechtsreifen Frau zu Sterilität, Zyklusstörungen, Galaktorrhö u. Amenorrhö; beim Mann zu Hypogonadismus, i. d. R. ohne Galaktorrhö. Abb.

Hyperprolaktinämie. Galaktorrhö als Symptom einer H. beim Mann
Hyperprolaktinämie. Galaktorrhö als Symptom einer H. beim Mann

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