Hyperthermie - Medizinlexikon

künstl. Fieber. Wärmetherapie durch Erzeugung hochfrequenter elektr. Ströme u. deren Umwandlung im Gewebe in Joule-Wärme in der Form der Ganzkörperbehandlung (Diathermie). Dabei werden Körpertemperaturen von 38–42 °C erzeugt u. bis zu mehreren Stunden aufrechterhalten. Die Applikation erfolgt in kleinen Kabinen, die den Kopf freilassen. Wasserdampfgesättigte, erwärmte Luft in der Kabine dient der Wärmeisolation. Die Wärmeerzeugung im Körper erfolgt mit Wirbelströmen nach der Spulenfeldmethode (bis etwa 400 W) u. zusätzl. mit Dezimeterwellen (bis 250 W). U. a. ist die H. bei der Polyarthritis u. zur Empfindlichkeitssteigerung von Tumorgewebe bei der Strahlentherapie u. der Anwendung von Zytostatika angewendet worden. Als lokale Wärmetherapie der Prostatahyperplasie. Gewebetemperatur 42–45 °C.

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