Ich - Medizinlexikon

Im Instanzenmodell S. Freuds vermittelt das I. zwischen den Forderungen des Über-Ich, den Triebansprüchen des Es u. den Bedingungen der Außenwelt. Das I. umfaßt bewußte, vorbewußte u. unbewußte Anteile u. stellt im neurot. Konflikt die Abwehr der Persönlichkeit mit Hilfe versch. Abwehrmechanismen bereit. Das I. verfügt über die willkürl. Bewegungen u. dient der Selbstbehauptung, durch das Erkennen äußerlicher Reize, durch die Speicherung von Erfahrungen (Gedächtnis), die Vermeidung u. Anpassung an Reize sowie Veränderung der äußeren Welt für den eigenen Vorteil. Gegenüber dem Es gewinnt es Herrschaft über die Triebansprüche. Aus der Wissenschaft von der Entwicklung, Pathol. u. Struktur des I. begründete sich die I.-Psychol. mit Vertretern wie A. Freud, H. Hartmann, Löwenstein u. Rappaport. Die Ich-Störung (präödipale-, frühe-, basale Störung) bezeichnet eine Psychopathologie des I. mit defizitärer Strukturierung des I., mit Störungen im Affekt- u. Abwehrsystem, oft ohne neurot. Konflikt.

© Elsevier GmbH, München

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