Immunglobuline, homologe - Medizinlexikon

Synonyme: Human-Immunglobuline Immunglobulinum humanum

von hyperimmunisierten Spendern (Blutspender o. Rekonvaleszenten) gewonnene Immun- bzw. Hyperimmunsera; werden hochgereinigt u. konzentriert zur ther. u. proph. passiven Immunisierung eingesetzt. Haben gegenüber heterologen Immunglobulinen den Vorteil der längeren Persistenz (4 Wochen u. länger) sowie der meist fehlenden Allergisierung. Trotz dieser besseren Verträglichkeit können Nebenwirkungen wie Unruhe, Tachykardie, Schocksymptome auftreten. Normale h. I.: a) zur intramuskulären Applikation, Human-Gammaglobulin zur Proph. von Viruserkrankungen, z. B. Hepatitis A u. Röteln u. zur Ther. bei schweren Infektionskrankheiten; b) zur intravenösen Ther. u. Proph. Human-Gammaglobulin bei schweren Allgemeinkrankheiten, Blutkrankheiten, Verbrennungen, Operationsschutz für immunsupprimierte Pat.; c) M-Gammaglobulin proph. u. ther. bei schweren Erkrankungen durch gramnegative Bakterien. auch als IgM-Substitutionstherapie. Spezif. h. I.: Human-Immunglobulin Anti-(X), wobei X angibt, gegen welches Immunogen dieses h. I. sich richtet. Alle Präparate werden intramuskulär appliziert. Human-Immunglobulin Anti-Tetanus zur Tetanusprophylaxe ungeimpfter Verletzter; Human-Immunglobulin Anti-Rabies zur postexpositionellen Tollwutprophylaxe; Human-Immunglobulin Anti-HBs zur postexpositionellen Proph. von Hepatitis B; Human-Gammaglobulin zur Rötelnprophylaxe bei Schwangeren.

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