Immunreaktionen, zelluläre - Medizinlexikon

durch T-Lymphozyten vermittelte Teilschritte im Prozeß der Immunabwehr (Immunität). Einteilung in z. I. u. humorale Immunreaktionen (vermittelt durch Antikörper) ist übl., jedoch laufen bei der überwiegenden Zahl der untersuchten Prozesse humorale u. z. I. integriert ab u. meist unter Beteiligung von Makrophagen. Unterscheidung von In-vitro- u. In-vivo-Reaktionen teilweise mögl. In-vivo-Methoden sind: Tuberkulinreaktion, Transplantatabstoßung, Hauttestungen mit T-Zell-abhängigen Antigenen. In-vitro-Verfahren: Lymphozytentransformation, gemischte Lymphozytenkultur, Zytotoxizitätstest. In anderen Versuchsanordnungen steht der Lymphokinnachweis im Mittelpunkt der Untersuchung. Hier verwischen sich die Grenzen zwischen z. I. u. humoraler Immunität bzw. zu den makrophagenabhängigen Teilschritten. (Lymphokintests: Makrophagenmigrationshemmtest, Lymphokine, Zytokine). T-Lymphozytensubpopulationen werden unterteilt in zytotox. T-Zellen (Zerstörung der Targetzellen durch direkte Zytotoxizität: Zell-zu-Zell-Kontakt von Lymphozyt u. Zielzelle), in antikörpervermittelte Zytotoxizität (Lymphozyt-Antikörper-Zielzelle) o. in makrophagenvermittelte Zytotoxizität (Zielzelle – Lymphozyt – Lymphokinfreisetzung – Makrophage – Zielzellenzerstörung). Helferzellenfunktionen (unterteilt nach TH1 u. TH2) bewirken eine lymphokinvermittelte Steuerung der Antikörperbildung gegen T-Zell-abhängige Antigene, ferner die Bildung zytotox. Zellen (z. B. Ausbildung der Überempfindlichkeit vom verzögerten Typ). T-Zellenlymphokine sind wahrscheinl. bei der Entstehung von Suppressorzellen u. am Ablauf der Lymphozytenmischkultur beteiligt. Die Wirkung von Suppressorzellen wird zu z. I. gezählt. Hier stehen die Prozesse der Zellkooperation im Mittelpunkt.

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