Inaktivierung - Medizinlexikon

Maßnahme, die eine biol. Aktivität unwirksam macht; z. B. in der Serol.: Zerstörung der Aktivität des Komplements im Serum durch Erhitzen auf 56 °C für 30 min; in der Enzymimmunologie: Zerstörung der Enzymaktivität durch Einwirkung spezif. Antikörper; bei der Impfstoffherstellung: Abtötung pathogener Mikroorganismen durch Hitze, Formalin, Phenol o. Betapropiolakton, um aus ihnen inaktivierte Impfstoffe herzustellen. I. derartiger Stoffe geht mit partieller o. weitreichender Denaturierung einher. Bei Toxinen wird auch von Neutralisierung gesprochen, z. B. durch Kopplung mit dem korrespondierenden Antikörper. Ziel der I. unter immun. Aspekt ist die Beseitigung der stoffspezif. Wirkung (z. B. eines Toxins), aber Erhaltung seiner immunogenen Eigenschaften, Immunogenität (Prinzip der Toxoidimpfstoffe).

schneller Abfall der Leitfähigkeit der Membran erregbarer Zellen für Ionen, insbes. Na+, u. damit schnelle Verminderung des Ionenflusses durch die Membran. Diese I. tritt kurz nach Auslösung eines Aktionspotentials, dessen Beginn mit einem starken Natrium-Einwärtsstrom in die Zelle verbunden ist, auf. Der Na+-Einstrom wird dadurch auf den Ruhewert zurückgebracht. Kalziummangel hemmt die I. u. erhöht damit die Erregbarkeit. Tetanie.

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