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Ionenaustauschchromatographie - Medizinlexikon
Verfahren zur Trennung von Ionen gleichen Ladungssinns an Ionenaustauscher. Trennprinzip ist ein Ionenaustausch aufgrund der unterschiedl. Aktivität der Ionen zum Ionenaustauscher. I. ist eine Flüssigkeit-Fest-Chromatographie u. läuft in zwei Phasen ab: Bindung der Substanzen u. selektive Ablösung unter gleichzeitiger Trennung. Zur Ablösung der gebundenen Komponenten werden die Ionenstärke (Salzkonzentration) o. der pH-Wert des Trennmediums kontinuierl. o. stufenweise verändert. Der Ablauf eines Ionenaustauschprozesses mittels eines Konzentrationsgradienten ist in der Abb. dargestellt. Als Ionenaustauschertypen werden Kunstharz-, Zellulose- u. Dextranionenaustauscher eingesetzt, sie kommen als Anionenaustauscher o. Kationenaustauscher zur Anwendung. Wichtige Eigenschaften für die Trennqualität der Ionenaustauscher sind Korngröße, Vernetzung, Kapazität, Selektivität u. Stabilität. Für eine erfolgreiche Trennung sind Auswahl des günstigen Ionenaustauschers u. Puffersystems von Bedeutung. Bei Wahl des Ionenaustauschers sind zu berücksichtigen: Gebiet der Löslichkeit, isoelektr. Punkt, chem. u. biol. Stabilität der zu trennenden Substanzen. Bei Einsatz von Anionenaustauscher sollen kation. Puffer, bei Kationenaustauscher anion. Puffer verwendet werden. Eine Beteiligung des Puffers am Ionenaustausch wird dadurch ausgeschlossen. Exp. Techniken sind die Säulenchromatographie u. das Batch-Verfahren. Die I. wird in Med. u. klin. Biochem. eingesetzt zur Trennung u. Reinigung von Substanzen, zur Bestimmung von Ammoniak, der Katecholamine, der Deltaaminolävulinsäure, des Thyroxins. Kontinuierl. arbeitende Systeme dienen der Gewinnung demineralisierten Wassers u. zur Aminosäureanalyse (Bausteinanalyse). Abb.
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