Isodynamiegesetz - Medizinlexikon

eine von M. Rubner aufgestellte Gesetzmäßigkeit, wonach sich die Nährstoffe nach Maßgabe ihrer Verbrennungswärmen vertreten können; es ist für den Organismus gleichgültig, ob er die für seine Leistungs-, Funktions- u. Strukturerhaltung notwendige Energie aus Fetten, Kohlenhydraten o. Eiweißen entbindet, solange sein Intermediärstoffwechsel ungestört abläuft u. der Umfang seiner Energieentbindung nicht begrenzt wird. Der Gültigkeitsbereich des I. ist limitiert; so kann aus Gründen des Stickstoffhaushalts nicht auf alles Eiweiß verzichtet werden. Die minimal notwendige tgl. Eiweißmenge muß dem Organismus die Stickstoffbilanz sichern (Bilanzminimum); sie ist abhängig von der Größe des Stickstoffhaushalts u. von der biol. Wertigkeit des zugeführten Eiweißes. Eine fettfreie Ernährung führt zu Störungen; der Organismus verarmt an essentiellen ungesättigten Fettsäuren u. fettlösl. Vitaminen. Kohlenhydratfreie Kost führt zu Störungen des Intermediärstoffwechsels, indem eine erhöhte Ketonkörperbildung stattfindet. Auch die Kapazität des Verdauungstrakts setzt der Isodynamie eine Grenze.

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