Ixodes ricinus - Medizinlexikon

Synonyme: Holzbock

Vertreter der Ixodidae (Schildzecken) Männchen bis 4 mm, Weibchen bis 5 mm, vollgesogen bis 12 mm lang. Entwicklungsdauer 2–5, i. d. R. 3 Jahre. Die Larven u. Nymphen saugen an Kleinsäugern u. Vögeln, die Imagines befallen vorwiegend Großsäuger, den Menschen befallen Larven, Nymphen u. Weibchen, bevorzugt werden weichhäutige Körperteile. Die Weibchen lassen sich von Sträuchern auf Warmblüter herabfallen, bohren sich mit ihrem Saugrüssel in die Haut u. saugen Blut. Ihr Hinterleib ist stark dehnbar. Der Holzbock kann Rickettsien, Borrelia burgdorferi, Babesia divergens (einheim. Rinderpiroplasmose), Salmonellen u. Viren übertragen (Lyme-Borreliose, Zeckenenzephalitis, Tularämie, Q-Fieber). Nach Zeckenstich können Erythema chronicum migrans, Lymphadenosis cutis benigna u. Akrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer auftreten. Beim gewaltsamen Entfernungsversuch können die Mundwerkzeuge in der Haut steckenbleiben u. ein Fremdkörpergranulom verursachen. Sofortige Entfernung des Holzbocks mit tief angesetzter Pinzette oder durch Auftragen eines Akarizids. Abb.

Ixodes ricinus
Ixodes ricinus

© Elsevier GmbH, München

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