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Jugendalter - Medizinlexikon

umfaßt die zwischen der Kindheit u. dem Erwachsenenalter liegende Zeitspanne. Aufgrund dieser Zwischenstellung, der intensiveren Begegnung u. krit. Auseinandersetzung mit der Gesellschaft u. Kultur u. der Entdeckung der eigenen Individualität sind psychol. Besonderheiten gegeben: 1. Entwicklung der Selbstfindung u. des Selbstwerterlebens (Betonung der äußeren Erscheinung, Selbstreflexion, Ichbezogenheit, Überbewertung der eigenen Person, labiles Selbstwertgefühl u. damit verbunden z. T. erhöhtes Geltungsstreben u. Imponiergehabe als Kompensation, Suche nach Vorbildern bzw. Identifikationsmöglichkeiten, oft in Gruppen bzw. Subkulturen Jugendlicher, Fähigkeit zur Selbsterziehung). 2. Veränderung der geistigen Einstellungen (Zukunftsbezogenheit, Beruf, Partner, Lebensplanung; Interesse an weltanschaul., gesellschaftl. Problemen; Entwicklung der Abstraktionsfähigkeit). 3. Ablösung von der Fam. (Streben nach Selbständigkeit; insbes. in Fragen der Kleidung, Frisur u. Freizeitgestaltung, Generationskonflikt, Entwicklung sexueller Beziehungen). 4. Volle Normenverinnerlichung u. Aufbau eines Wertesystems (Verinnerlichung sozialer Verhaltensweisen, der Normen des Leistungsverhaltens u. der gesellschaftl. Normen; Aufbau eines Wertesystems in ideolog. u. weltanschaul. Sicht, Entwicklung der Steuerungsfähigkeit, der Folgenkritik). Diese psychol. Besonderheiten sind in starkem Maße gesellschaftsabhängig u. nicht kausal biol. bedingt. Ihre Kenntnis ist bes. in der Pädagogik u. im forens. Bereich (Beurteilung der Schuldfähigkeit) wichtig.

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Weiteres zum Thema Jugendalter:

Mutismus
... Sprachorgane und des Gehörs vorliegen. Der Mutismus tritt mehrheitlich in Verbindung mit einer Sozialphobie auf. Im Jugend- und Erwachsenenalter ist das Schweigen häufig eingebettet in Depressionen.Quelle:Wikipedia...

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