Kala-Azar - Medizinlexikon

schwarze Krankheit, viszerale Leishmaniase, Dum Dum Fever, Death fever, Leishmaniose viscérale; subikter. bis dunkel-graubräunl. Hautkolorit durch verstärkte Pigmentierung hat der Krankheit in Indien ihren Namen gegeben. Vorkommen in Südeuropa (Mittelmeerküste) u. best. Zonen Asiens, Afrikas u. Lateinamerikas. Erreger Leishmania donovani (subspec. infantum Mittelmeerraum; subspec. donovani, Asien, Afrika; subspec. chagasi, Lateinamerika), Überträger: blutsaugende Phlebotominae (Sandfliegen). K. ist die einzige Form der Leishmaniasen, bei der Erreger das Hauptorgan verlassen u. sich auf dem Blutweg im Retikuloendothel innerer Organe (bes. Milz, Leber, Knochenmark, Lymphknoten) ansiedeln. Krankheitsbeginn oft schleichend, Inkubationszeit meist 2–6 Monate. Bes. wichtiges, frühzeitiges Sympt. hochgradige Splenomegalie mit Fieber, Anämie. Anfängl. wenig beeinträchtigtes Allgemeinbefinden verschlechtert sich mehr u. mehr bis zur allg. Kachexie, häufig Sekundärinfektionen. Diagnostik: Klinik, Parasitennachweis, Serol. Unbehandelt endet K. nach 1–2 Jahren letal. Ther. mit fünfwertigen Antimonverbindungen, Pentamidin, Amphotericin B.

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