Karzinom, kolorektales - Medizinlexikon

dritthäufigste Krebserkrankung des Menschen in Deutschland; bösartiger Tumor des Kolons u. des Rektums. Inzidenzanstieg in allen sog. Industriestaaten, was mit ballaststoffarmer u. zu fettreicher Nahrung sowie der längeren Verweildauer dieser im Darm in Verbindung gebracht wird, wodurch die Bildung von kanzerogenen Substanzen möglicherweise gefördert wird. Vorkommen bei beiden Geschlechtern, deutl. Überwiegen bei der Frau. Genet. Disposition vorhanden (Polyposis coli, Lynch-Syndrom), Ernährung wichtiger ätiolog. Faktor. Das k. K. kommt am häufigsten im Rektosigmoid (50 %) vor, ferner im Zäkum, an der Bauhin-Klappe, an den Flexuren. Histol. meist Adenokarzinom o. Gallertkrebs, seltener Szirrhus, am Anus Plattenepithelkarzinom. Einteilung nach Dukes-Klassifikation o. TNM-Klassifikation (Tab.). Symptomat. am häufigsten durch Blut im Stuhl, oft okkult (wichtige Untersuchung i. R. der Krebsvorsorgeuntersuchung), erst bei fortgeschrittenem Tumorbefall durch Gewichtsabnahme, Subileus o. Ileus bei Lumenverlegung. Diagnostik: rektale Untersuchung, Rektoskopie, Koloskopie, Dickdarmröntgenuntersuchung. Nach Staging meist operative Therapie (Lebermetastasen häufig). Je nach Sitz des k. K. Hemikolektomie, Low-anterior-resection, Rektumresektion. Analkarzinom. Tab.

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