Kell-Blutgruppensystem - Medizinlexikon

von Coombs, Mourant u. Race 1946 entdecktes Blutgruppensystem, das seinen Namen nach der Pat. Kellacher erhielt, bei welcher ein bis dahin unbekannter, inkompletter irregulärer Antikörper gefunden wurde. Antigen Kell (K), Antikörper Anti-Kell (Anti-K). 1949 wurde von Levine ein Antikörper u. das Antigen nach einem Pat. Cellano benannt, wobei das Antigen sich als Allel zum Antigen Kell erwies u. das Symbol k, der Antikörper Anti-Cellano das Symbol Anti-k erhielt. K. u. k besitzen starke antigene Eigenschaften, so daß es bereits nach mehrmaliger Injektion von K-pos. Blut zur Ausbildung von K-Antikörpern kommen kann. Antigene des K-Systems verursachen selten u. erst nach mehreren Schwangerschaften einen Morbus haemolyticus fetalis, Morbus haemolyticus neonatorum. Transfusionsbedingte Immunisierungen sind mögl. Als Testseren dienen menschl. Immunseren, die im Supplementtest, im AHG-Test, selten im agglutinierenden Milieu o. im Enzymtest wirksam sind.

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