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Ketonämie - Medizinlexikon
Synonyme: Acetonämie
erhebl. über dem normalen Blutspiegel von 0,01–0,03 mmol/l erhöhte Konzentration der Ketonkörper (Aceton, Acetacetat u. Betahydroxybutyrat). K. entsteht im Hungerzustand, bei kohlenhydratfreier Ernährung u. bes. bei dekompensiertem Diabetes mellitus. Die Ketonkörperbildung erfolgt in der Leber aus Acetyl-CoA, das bei der Betaoxidation der Fettsäuren entsteht u. bei den genannten pathol. Zuständen nicht ausreichend über den Zitratzyklus abgebaut werden kann. Das in einem bes. Reaktionszyklus gebildete Acetacetat wird enzymat. zu Betahydroxybutyrat hydriert bzw. zu Aceton decarboxyliert. Im Hungerzustand bzw. bei kohlenhydratfreier Ernährung werden Ketonämiewerte von 3–5 mmol/l i. d. R. nicht überschritten, da Muskel u. a. Gewebe die Ketonkörper zur Energiebildung verstoffwechseln. Beim dekompensierten Diabetes mellitus dagegen werden Werte von 20 mmol/l u. mehr erreicht. Als Folge kommt es zur schweren metabolischen Azidose u. Ausscheidung der Ketonkörper im Urin, Ketonurie.
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