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Kinästhesie - Medizinlexikon
Synonyme: Kinästhetik Bewegungsempfindung
Empfindung von Bewegungen des eigenen Körpers o. einzelner Körperteile gegeneinander sowie der dabei auftretenden Kraftleistungen. Am Zustandekommen der K. sind Propriorezeptoren, Gelenkrezeptoren u. Rezeptoren der Oberflächen- u. Tiefensensibilität beteiligt. Die Erregungen werden in den Hintersträngen des Rückenmarks zentralwärts geleitet u. nach zahlreichen Umschaltungen in die sensomotor. Hirnrinde projiziert. Herabsetzung o. Aufhebung der K. ist ein wichtiges neurol. Hinterstrangsymptom. Es werden unterschieden: 1. dem spinalen Hinterstrang zugeordnete Qualität der epikrit. Sensibilität. Störung führt zur spinalen Ataxie. Prüfung bei der neurol. Untersuchung durch passive Bewegungen von Gliedmaßen, z. B. der großen Zehe; 2. der parietalen Hirnrinde zugeordnete Leistung, die sich auf die „innere Kontrolle“ der Sprechbewegungen u. der Praxie bezieht. Ihre Störung führt zur kinästhet. (afferenten motor.) Aphasie o. Apraxie.
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