Kinästhetik - Medizinlexikon

die „Lehre vom Bewegungsempfinden“ wurde von der amerik. Psychol. Lennie Maietta u. dem Verhaltenskybernetiker u. Tänzer Frank Hatch entwickelt. Die Übertragung der kinästhet. Grundgedanken auf die Krankenpflege wurde durch die Schweizer Krankenschwester Suzanne Schmidt u. die Krankenschwester u. Dipl. Pädagogin Christel Bienstein geleistet. K. beschreibt, analysiert u. vermittelt die Aspekte der Bewegung als grundlegende Voraussetzung für jede menschl. Funktion. Sie untersucht u. vermittelt die Aspekte der Bewegung in der Entwicklung u. Lernfähigkeit. K. verdeutlicht die wesentl. Rolle von Bewegungen u. Bewegungsempfinden in Wahrnehmung, Interaktion u. Kognition. Sie vermittelt die Fähigkeit, Bewegungen u. Bewegungsempfinden als Mittel der Arbeit mit Menschen einzusetzen, u. sie stellt systemat. Programme zum Erwerb dieser Fähigkeiten für versch. Berufsgruppen zu Verfügung. Die fünf kinästhet. Grundkonzepte sind 1. Interaktion; 2. Massen u. Zwischenräume, wobei Massen als gewichtstragende, stabile Strukturen mit Eigengewicht u. Zwischenräume als Bewegung ermöglichende Strukturen gekennzeichnet werden; 3. menschl. Bewegung (Transport- u. Haltungsbewegungen); 4. menschl. Funktion (Grundposition u. Fortbewegungsfunktion); 5. Anstrengung (Zug u. Druck) als Kommunikationsmittel.

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