Kohlenmonoxidvergiftung - Medizinlexikon

Vergiftung mit Kohlenmonoxid prim. durch O2-Mangel bedingt. Durch die höhere Affinität des Kohlenmonoxids zum Hämoglobin als zu Sauerstoff kommt es zur Gewebehypoxie, bes. neg. für Herz u. Hirn. Vergiftungserscheinungen durch Bildung von CO-Hämoglobin (Hämoglobin) u. O2-Verdrängung. Bei akuter K. ab 30 % CO-Hb Kopfschmerzen u. Schwindel, ab 40–50 % Bewußtlosigkeit u. Kollaps, ab 60–70 % Erstickungstod. Ther. Überdruckbeatmung mit reinem Sauerstoff. Spätschäden am zentralen u. peripheren Nervensystem sind mögl. Chron. Intoxikationen durch jahrelange unterschwellige Exposition (Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Antriebs- u. Gedächtnisschwäche). Akute K. ggf. als Arbeitsunfall, chron. K. als Berufskrankheit anzeigepflichtig.

© Elsevier GmbH, München

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