Kraepelin, Emil - Medizinlexikon

(1856–1926), dt. Psychiater, Schüler von B. Gudden (1824–1886), P. Flechsig u. W. Wundt (1832–1920); Dorpat, Heidelberg u. München. K. führte, beeinflußt durch die Experimentalpsychologie W. Wundts, naturwissenschaftl.-exp. Untersuchungsmethoden in die Psychiatrie ein u. wurde damit zu einem der Begründer der wissenschaftl. Psychiatrie. Sein 1883 erschienenes Lehrbuch der Psychiatrie hatte entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung der Psychiatrie. K. baute die Lehre von der man.-depressiven Krankheit, von der Dementia praecox u. von der Paranoia systemat. aus. Er gründete 1917 in München eine Forschungsanstalt für Psychiatrie (heute Max-Planck-Institut für Psychiatrie).

© Elsevier GmbH, München

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