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Labilitätsproben - Medizinlexikon
relativ einfache Untersuchungsmethoden, die grobe Aufschlüsse über die Zusammensetzung der Serumeiweißkörper geben. Sie beruhen auf der Tatsache, daß eiweißhaltige Lösungen (Serum, Plasma, Liquor) komplizierte kolloiddisperse Systeme darstellen. Jede Dys- u. Paraproteinämie hat eine Änderung der Kolloidstabilität zur Folge. Durch Eiweißfällung mittels Salzen, Säuren, organ. Lösungsmitteln, Hitze u. Elektrolytentzug tritt je nach Ausmaß u. Art der Dys- bzw. Paraproteinämie früher o. später eine Umwandlung vom Sol- in den Gelzustand ein. Demzufolge stellen die L. je nach Art des verwendeten Reagenzes Trübungs-, Flockungs- o. Fällungsreaktionen dar. Gebräuchl. L.: Blutsenkungsreaktion, Thymoltrübungstest, Lipoproteintrübungstest, Eiweißnachweis im Liquor.
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