LE-Zellen - Medizinlexikon

phagozytosefähige neutrophile segmentkernige Granulozyten, seltener eosinophile Granulozyten o. Monozyten. Erstmals von Hargraves 1948 im Knochenmark von Pat. mit Lupus erythematodes viszeralis gefunden u. nach dieser Erkrankung als L. benannt. Diese Zellen erscheinen morphol. aufgetrieben u. durch einen azidophilen homogenen Einschlußkörper charakterisiert. Zytoplasma stark reduziert, Kern randständig. Mitunter werden auch Vorstadien der LE-Zellen-Bildung, die sog. freien LE-Körperchen (LE-bodies, „Rosetten“) gefunden. Pos. LE-Phänomen aber nur bei morphol. Endstadium. Dadurch von normalen Leukozyten zu unterscheiden. Verwechslungsmöglichkeiten ergeben sich bei Existenz von Pseudo-LE-Zellen. L. gelten als pathognomon. für Lupus erythematodes viszeralis. Vorkommen am häufigsten in Endokard u. Glomeruli. L. sind kein morphol. Spezifikum für Lupus erythematodes viszeralis, Auftreten auch bei rheumatoider Arthritis u. bei Kollagenosen (Dermatomyositis, Sklerodermie, Panarteriitis nodosa).

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