Leukozytenkurve, biologische - Medizinlexikon

von Schilling geprägter Begriff, der das quantitative Verhalten von Leukozyten im Verlauf von Infektionen u. anderen Erkrankungen beschreibt. Nach einer variablen Vorphase findet sich in der Phase I (Kampfphase) eine Leukozytose mit Vermehrung der Neutrophilen. Die Eosinophilen u. Lymphozyten sind dabei oft vermindert. In der Phase II (Abwehr- o. Überwindungsphase) beschreibt Schilling eine kurzfristige Erhöhung der Monozytenzahlen. Die Phase III (Heilphase) geht mit einer Normalisierung der Gesamtleukozytenzahl u. relativen Vermehrung der Lymphozyten u. Eosinophilen einher. Auch von anderen Autoren (Hoff, Selye) konnten ähnl. Gesetzmäßigkeiten beobachtet werden, wobei Einflüsse des vegetativen u. Zentralnervensystems sicher eine Rolle spielen.

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