Libido - Medizinlexikon

sexuelles Verlangen, Geschlechtstrieb, Lust nach sexueller Betätigung u. Befriedigung; hormonelle Grundlagen der L. sind v. a. Androgene für beide Geschlechter. Auf dieser biol. Basis gewinnen aber im Lauf des Lebens psychonervale Faktoren noch größere Bedeutung, z. B. sinnl. Eindrücke, emotionale Partnerbeziehungen. Davon u. vom allg. Gesundheitszustand sowie Lebensalter hängen Stärke u. Schwankungen der L. ab. Das Klimakterium führt normalerweise nur zu einem geringen Nachlassen der L. Seltener als durch Hormondefizit o. andere somat. Faktoren, körperl. Erkrankungen o. Arzneimittel (Arzneimittelnebenwirkungen, z. B. bei Hormonen wie Östrogenen Antiandrogenen, Kortikoiden, bei Antidepressiva, Antihypertensiva wie z. B. Clonidin, Reserpin, Alphablockern, Betablockern, Morphinderivaten, Phenofluazinen, Thioxanthinen, Butyrophenonen, Äthanol, Spironolacton, Cimetidin, Atropin, Zytostatika) sind Libidostörungen u. Schwankungen psych. bedingt. Sexualstörungen, Hypolibidimie.

© Elsevier GmbH, München

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