Lithiumprophylaxe - Medizinlexikon

psychiatr. Therapieverfahren zur Langzeitprophylaxe, insbes. der manisch-depressiven Krankheit. Geringere Erfolgsaussichten bei monopolaren depressiven Verläufen u. schizoaffektiven Psychosen. Lithiumsalze werden nach oraler Gabe gut absorbiert; i. d. R. wird die Tagesdosis auf je eine morgendl. u. abendl. Einnahme verteilt. Der Serumspiegel sollte zwischen 0,6 u. 0,8 mmol/l betragen. Bes. in der Einstellungsphase bei interkurrenten Erkrankungen u. Flüssigkeitskarenz sind starke Schwankungen des Spiegels mögl. Klin. können Überdosierungen u. a. durch Störungen der Feinmotorik mit Tremor u. Diarrhö angekündigt werden. Später werden Herzrhythmusstörungen, schließl. auch zerebrale Krampfanfälle u. Bewußtseinsstörungen beobachtet. Wichtige Langzeitnebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Störungen der Schilddrüsen- u. der Nierenfunktion. Der Erfolg einer L. kann u. U. erst nach einjähriger Therapiedauer beurteilt werden. Sofern eine L. ohne Erfolg bleibt o. aber Kontraindikationen (insbes. Herz-, Nieren- u. Schilddrüsenerkrankungen) bestehen, kann eine Proph. mit Carbamazepin, möglicherweise auch Valproat erwogen werden.

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