Lobärpneumonie - Medizinlexikon

i. d. R. durch Pneumokokken ausgelöste intraalveoläre Lungenentzündung mit plötzl. hochfieberhaftem Beginn u. Befall eines Lungenlappens, mehrerer Lungenlappen o. (selten) eines Lungensegments. Der plötzl. Beginn wird als hypererg. Entzündungsreaktion auf eine vorangegangene Pneumokokkeninfektion gedeutet. Im Ablauf der L. werden vier Stadien unterschieden: 1. Anschoppung mit eiweißreichem entzündl. Exsudat in den Alveolen. 2. Rote Hepatisation mit leberartiger Verfestigung (Hepatisation) der blutreichen Lunge durch Austamponierung der Alveolen mit Fibrin, Erythrozyten u. Entzündungszellen. 3. Graue Hepatisation mit fibrinösem Exsudat in der blutarmen Lunge. 4. Lösungsstadium mit enzymat. Auflösung des Exsudats durch Granulozyten u. Beseitigung des verflüssigten Exsudats durch Resorption auf dem Lymphweg u. durch Abhusten. Regelmäßig zeigt der betroffene Lungenlappen eine fibrinöse Pleuritis. Dauer der L. 7–10 Tage. Komplikationen: Pleuraempyem, Lungenabszeß, Lungengangrän, karnifizierende Pneumonie.

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