Lungenembolie, fulminante - Medizinlexikon

Embolie der A. pulmonalis. Eine f. L. führt schlagartig zu akuter Rechtsherzinsuffizienz u. Tod, wenn nicht durch Embolektomie nach Trendelenburg die Entfernung des Embolus aus der Lungenschlagader gelingt. Embolie eines größeren Gefäßastes der Lungenstrombahn führt mehr o. weniger rasch unter Zyanose, Dyspnoe, Brustschmerzen, Kreislaufversagen zum Tod. Ausräumung der Gerinnsel nach angiograph. Ortung unter Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine mögl. Kleinere Embolien rufen ebenfalls einen Schock hervor, ferner Seitenstechen u. hämorrhag. Sputum. Behandlung ausschließl. durch interne Maßnahmen (Fibrinolytika, Antikoagulanzien). Wegen der Unsicherheit der Diagn. von Phlebothrombosen große Bedeutung der Proph. durch physikal. Maßnahmen, Frühaufstehen nach Operation, Antikoagulanzien, z. B. Low-dosage-Heparin-Prophylaxe. Vereinzelt Anwendung eines Vena-cava-inferior-Siebes. Neben Thromben können Fremdkörper (Gefäßkatheterfragmente, Fruchtwasser), Fett, Knochenmark, Tumorpartikel, Eiter u. Nekrosematerial u. Luft zu einer Embolie der A. pulmonalis führen.

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