LH (Luteinisierendes Hormon) - Laborwerte-Lexikon

Referenzbereich Blut [KLL; TLD]

  • Frauen vor den Wechseljahren: am Anfang und Ende des Menstruationszyklus 2–8 U/l, um den Eisprung 6–20 U/l
  • Frauen nach den Wechseljahren: > 30 U/l
  • Mädchen 4–11 Jahre: < 6,6 U/l
  • Männer: 0,8–8,3 U/l

Alle stark methodenabhängig.

Hintergrund

Das Hypophysenvorderlappenhormon LH (Luteinisierendes Hormon) fördert bei der Frau die Eizellreifung, löst den Eisprung aus und regt die Östrogen- und Progesteronproduktion in den Eierstöcken an. Beim Mann stimuliert LH die Testosteronproduktion in den Hoden.

LH wird vornehmlich im Rahmen der Sterilitätsdiagnostik und -behandlung bestimmt. Da LH in kleinen »Stößen« freigesetzt wird, schwanken die Werte im Tagesverlauf stark.

Bestimmung im Blut

  • Verzögerte oder verfrühte Pubertät
  • Ungewollte Kinderlosigkeit
  • Unzureichende Ausbildung oder Rückbildung der primären Geschlechtsmerkmale
  • Bei Frauen: Zyklusstörungen, Verdacht auf vorzeitige Wechseljahre

LH-Erhöhung

  • Frauen: Erkrankungen/Funktionsstörung der Eierstöcke (z.B. angeboren, polyzystische Ovarien); nach den Wechseljahren
  • Männer: Erkrankungen/Funktionsstörung der Hoden (z.B. Fehlanlage, Leistenhoden)

LH-Erniedrigung

  • Erkrankungen von Hypothalamus oder Hypophyse
  • Einnahme von Geschlechtshormonen (auch »Pille«)
  • Hohe Prolaktinspiegel
  • Magersucht, Stress

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Lutropin - Medizinlexikon

luteinisierendes Hormon (LH); gonadotropes Hormon der Adenohypophyse; ident. mit dem interstitielle Zellen stimulierenden Hormon des Mannes; zusammen mit dem FSH bewirkt das LH das Wachstum des Follikels. Die LH-Spitze in der Mitte des Menstruationszyklus verursacht die Ovulation. Danach bewirkt das LH die Umwandlung des Follikels in den Gelbkörper (Corpus luteum), stimuliert in diesem die Progesteronsekretion u. bewahrt dessen Fähigkeit zur Östrogenproduktion. Die Sekretion des LH wird durch solche Östrogenkonzentrationen, wie sie durch den heranwachsenden Follikel produziert werden, gefördert (pos. Rückkopplung; Hohlweg-Effekt). Die LH-Sekretion wird durch Folliberin, Luliberin bzw. das Gonadoliberin (Hypothalamushormone) stimuliert.

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