Lymphopathia venerea - Medizinlexikon

Lymphogranuloma inguinale, Lymphogranulomatosis inguinalis subacuta (Nicolas, Durand u. Favre); Lymphadenitis inguinalis subacuta (Monte-Martini), Lymphomatosis inguinalis suppurativa subacuta (Zieler), Lymphadenitis granulomatosa venerea (Hval), Poradenitis inguinalis subacuta (Destefano u. Vaccarezza), Durand-Nicolas-Favre-Krankheit, sog. vierte Geschlechtskrankheit; Erreger Chlamydien (Chlamydia). Inkubationszeit beträgt einige Tage bis Wochen nach dem infektiösen Geschlechtsverkehr. Lokale Erscheinungen: Frühveränderung in Gegend der Eintrittspforte der Erreger; herpesähnl. Erosionen, Ulzera. Lokalisation: inneres Präputialblatt. Sulcus coronarius; Innenseite der Labien, Introitus vaginae, hintere Kommissur. Lymphknotenveränderungen: oberflächl. Leistenlymphknoten, an denen die Krankheit meist einseitig auftritt, wachsen bis zu Hühnerei- u. Faustgröße u. haben die Tendenz, zu einem knotigen Paket zu verkleben. Dieser Tumor führt zu einer Adhäsion mit der entzündl. infiltrierten Haut. Tumor bleibt gut verschiebl., schließl. kommt es zu Erweichungsherden u. dann zum Durchbruch, wobei sich zähflüssiger, gelber Eiter entleert. Die Fisteln zeigen nur geringe Heilungstendenz. Die Abheilung erfolgt unter Bildung kleiner eingezogener Narben. Folgeerscheinung ist Elephantiasis genitoanorectalis. DD: Syphilis, Ulcus molle, Tbc, Aktinomykose, Lymphogranulomatose.

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