Makrophagen - Medizinlexikon

Synonyme: Macrophagocyti

zur Phagozytose befähigte Zellen, die als Histiozyten (Macrophagocytus stabilis) in Geweben u. Organen, o. als Wanderzellen (Macrophagocytus nomadicus) im Interstitium o. im Blut (dort als Monozyt, Blutmakrophage) vorkommen. M. stellen das MMS (Monozyten-Makrophagen-System) bzw. MPS (System, mononukleäres phagozytäres). Zusammenfassung der M.: 1. Monozytenvorläufer im Knochenmark, 2. Monozyten im Blut, 3. Histiozyten im Gewebe, 4. Alveolarmakrophagen in der Lunge, 5. Kupffer-Sternzellen in den Sinusoiden der Leber, 6. Makrophagen in Pleura, Peritoneum, Milz, Lymphknoten, Knochenmark als histiozytäre Retikulumzellen. M. sind adhärent an Glas u. Nylon o. Baumwolle (A-Zelle), tragen Rezeptoren für IgG?1 u. IgG?, IgM sowie C3. M. realisieren im Zusammenspiel mit Lymphozyten die wesentl. Schritte der antigenspezif. Immunabwehr. Als erster Schritt erfolgt in vielen Fällen die Aufnahme des Antigens durch Phagozytose (Immunphagozytose durch Opsonisierung), Digestion u. Antigen-processing. An der Weitergabe der Signale sind Lymphokine maßgebl. beteiligt. An der Beseitigung von korpuskulären Antigenen im sensibilisierten Organismus können zytotox. wirkende M. beteiligt sein. Die Existenz von Makrophagensubpopulationen ist sehr wahrscheinl. Aufnahme auch nicht immunogen wirkender Partikeln durch M. (z. B. Kohlenpartikeln) im Lungengewebe deutl. nachweisbar.

© Elsevier GmbH, München

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