Mammographie - Medizinlexikon

Röntgendarstellung der weibl. Brust. Bei der Galaktographie wird zusätzl. das Milchgangsystem der Brustdrüse mit Kontrastmittel sichtbar gemacht. Die M. dient der Auffindung u. Differenzierung gutartiger u. bösartiger Erkrankungen der Mamma, insbes. auch von klin. okkulten Mammatumoren. Bei der M. werden Röntgenröhren mit Molybdänanode eingesetzt. Fokus-Haut-Abstand von 50–60 cm, z. T. Streustrahlenraster. Als Filmmaterial dient feinkörniger Film mit steiler Gradation (Materialprüfungsfilm, Mammographiespezialfilme). Die Mamma wird mit Spezialtubussen komprimiert. Die Bildbetrachtung erfordert Lupen mit zweifacher Vergrößerung. Der Einsatz der Xeroradiographie bei der M. hat sich trotz geringer Strahlenbelastung nicht allg. durchgesetzt. Wesentl. ist die Darstellung des Mikrokalks. Die M. ist mit einer relativ hohen Organdosis verbunden. Ihre Eignung für Reihenuntersuchungen bei Frauen unter 50 Jahren ist umstritten. In den letzten Jahren ist neben dem Nutzen der M. für die Früherkennung des Brustkrebses auch die möglicherweise mit der M. verbundene Induktion von Brustkrebs diskutiert worden. Dabei sind Risikofaktoren zwischen 0,3 u. 8 Fälle/106 Personen u. je Rad Organdosis zugrunde gelegt worden. Risikofaktor bei Bestrahlung.

© Elsevier GmbH, München

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