Meckel-Divertikel - Medizinlexikon

Synonyme: Diverticulum ilei

Divertikel am Übergang vom Jejunum zum Ileum, Aussackung der antimesenterialen Seite des Ileums („echtes“ Divertikel, alle Darmwandschichten beteiligt) meist 50–100 cm proximal der Valvula Bauhin. Häufigste Fehlbildung des Magen-Darm-Trakts (2 %). Länge: 3–6 cm (1–25 cm). Es stellt den proximalen Rest des embryonalen Dottergangs dar (Ductus omphaloentericus persistens) u. kann durch Bindegewebestrang am Nabel angeheftet sein. Enthält häufig ektope Schleimhaut: Magen-, Duodenal-, Kolonschleimhaut, Pankreasgewebe. Sympt.: Darmblutungen, Bauchbeschwerden, Entzündungen, Darminvagination. Häufig symptomlos. Selten Neoplasmen (Adenokarzinome, Leiomyome, Leiomyosarkome). Kann eine Reihe intraabdomineller Krankheitszustände auslösen (Blutung, Entzündung, Perforation, Peritonitis, Ileus). Zufallsbefund bei Laparotomie. Abb.

Meckel-Divertikel. Resezierter Dünndarmabschnitt mit M. (oben)
Meckel-Divertikel. Resezierter Dünndarmabschnitt mit M. (oben)

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