Medulla spinalis - Medizinlexikon

Synonyme: Rückenmark

Teil des Zentralnervensystems des Menschen. Das Rückenmark des Erwachsenen hat einen Durchmesser von 10–14 mm sowie eine Länge von etwa 45 cm. Es liegt im Wirbelkanal, geht oben zwischen Atlas u. Foramen magnum in das Gehirn über u. endet in Höhe des 1. o. 2. Lendenwirbels mit dem Conus medullaris. Die Fortsetzung ist ein dünner Endfaden, Filum terminale. Wo Nerven für die Extremitäten ein- bzw. austreten, besitzt die M. s. Anschwellungen, Intumeszenz. Die vordere, motor. Wurzel des Spinalnerven, Radix ventralis, verläßt das Rückenmark vorn seitl. Die hintere, sensible Wurzel, Radix dorsalis, tritt hinten seitl. ein. Ein Querschnitt durch die M. s. zeigt die weiße Substanz, Substantia alba, welche die graue Substanz, Substantia grisea, allseitig umhüllt. Letztere gleicht im Querschnitt dem Buchstaben H mit stark verbreiterten senkrechten Balken („Schmetterlingsfigur“). Abb. 1 u. 2.

Medulla spinalis (Abb. 1)links: Wirbelsäule u. im Wirbelkanal enthaltenes Rückenmark; rechts: isoliertes Rückenmark mit Anfangsabschnitten der Spinalnerven; 1: Medulla oblongata; 2: Intumescentia cervicalis; 3: 7. Halswirbel (Vertebra prominens); 4: Sulcu
Medulla spinalis (Abb. 1)links: Wirbelsäule u. im Wirbelkanal enthaltenes Rückenmark; rechts: isoliertes Rückenmark mit Anfangsabschnitten der Spinalnerven; 1: Medulla oblongata; 2: Intumescentia cervicalis; 3: 7. Halswirbel (Vertebra prominens); 4: Sulcu
Medulla spinalis (Abb. 2). Querschnitt durch das Rückenmark, Markscheidenfärbung; hell im Zentrum die graue Substanz mit den Columnae dorsales, ventrales u. laterales
Medulla spinalis (Abb. 2). Querschnitt durch das Rückenmark, Markscheidenfärbung; hell im Zentrum die graue Substanz mit den Columnae dorsales, ventrales u. laterales

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