Medulloblastom - Medizinlexikon

zellreicher, rasch u. infiltrierend wachsender, bösartiger, aber strahlensensibler Tumor aus kleinen, oft in Pseudorosetten gelagerten Zellen, die an Elemente der embryonalen Gehirnentwicklung (Medulloblasten) erinnern (dysontogenet. Keimversprengung). Infiltrierend im Kleinhirn wachsend. Die Hauptmasse liegt meist in den kaudalen Abschnitten des Kleinhirnwurms o. im Unterwurm. Ausgang ist das Velum medullare posterius, im IV. Ventrikel, in den Kleinhirnhemisphären o. in der Brücke. Metastasierung auf dem Liquorwege (Abtropfmetastasen). Das M. kommt fast ausnahmslos beim männl. Geschlecht im Kindes- u. Jugendalter vor. Weder mit der Operation noch mit der Bestrahlung o. mit Einsatz von Zytostatika ist Dauerheilung erreichbar. Postoperative Lebenserwartung beträgt etwa 1–2 Jahre. Retinoblastom, Pinealoblastom, Sympathoblastom.

© Elsevier GmbH, München

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