Megakolon - Medizinlexikon

Synonyme: Megacolon

starke Erweiterung des Kolon durch mehrere Ursachen. Bei angeborenen Formen stellt die Ursache eine Fehlbildung dar, die sich postnatal als M. manifestiert. Meist ist auch das Rektum einbezogen. Sympt.: chron. Obstipation, Meteorismus, aufgetriebener Bauch, evtl. Erbrechen, Gewichtsabnahme. Man unterscheidet 1. Hirschsprung-Krankheit (Megacolon congenitum), 2. M. bei Passagehindernissen (Analstenose, Rektumstenosen), 3. M. bei angeboren langen Darmabschnitten (Dolichokolon, Dolichosigma), 4. psychogen bedingtes M. (Pseudo-Hirschsprung), 5. M. bei Kretinismus u. geistig unterentwickelten Kindern, 6. M. bei fam., autonomer Dysfunktion (Riley-Day-Syndrom), 7. sek. M. bei Anastomose, Narbenstrikturen o. Tumorkompression, 8. tox. M. bei entzündl. Darmerkrankungen, Amöbenkolitis, ischäm. Kolitis u. a.

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