Nebennierenrindenszintigraphie - Medizinlexikon

nuklearmed. Untersuchungsverfahren. Methode. Nach i. v. Injektion von Präkursoren der Cholesterin-Steroid-Synthese (131I-19-Iodcholesterin, 75Se-6-Norcholesterin, Radionuklid, Radiopharmaka) Kameraaufnahmen vom 5.–8. Tag, Laxanziengabe u. Schilddrüsenblockade mit Perchlorat. Störfaktoren unter Medikation von ACE-Hemmern, Aldosteronantagonisten, Östrogenen, Diuretika. Ind.: Nachweis u. Lokalisation von Nebennierenrindenadenom, -karzinom, -hyperplasie bei Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom), bei Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom), bei Androgen-Östrogen-Erhöhung (androgenitales Syndrom). Selten zur Bestimmung von funktionellem Nebennierenrindengewebe, z. B. Metastasen. Suppressionsszintigraphie nach achttägiger Dexamethasonvorbehandlung zur besseren Differenzierung zwischen Adenom u. Hyperplasie. Gemeinsame Interpretation mit Sonographie u. CT. Abb.

Nebennierenrindenszintigraphie mit <sup>131</sup>I-Norcholesterin; Darstellung eines dekompensierten Nebennierenrindenadenoms links (Aufnahme von hinten) mit Suppression der rechten Nebenniere bei Cushing-Syndrom
Nebennierenrindenszintigraphie mit 131I-Norcholesterin; Darstellung eines dekompensierten Nebennierenrindenadenoms links (Aufnahme von hinten) mit Suppression der rechten Nebenniere bei Cushing-Syndrom

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