Nierendiät - Medizinlexikon

spez. Kost bei Niereninsuffizienz nach folgenden Richtlinien: 1. Restriktion der Proteine unter Berücksichtigung der biol. Wertigkeit. 2. Ausreichend hohe Kalorienzufuhr (tgl. 120–150 kJ/kg). 3. Ausgeglichene Flüssigkeitsbilanz. 4. Ausgeglichene Elektrolytbilanz. 5. Ausreichende Vitaminzufuhr. Bei akutem Nierenversagen ist die N. oft in Form einer parenteralen Zufuhr notwendig (Hyperkaliämie u. Überwässerung bes. beachten). Bei chron. Niereninsuffizienz gehört die N. zu den Hauptpfeilern der konservativen Ther. Die dafür notwendige Eiweißrestriktion erfolgt in 2 Stufen. Mäßig eiweißarme Kost (0,5–0,6 g Eiweiß pro kg Körpermasse u. Tag) bei Kreatininwerten zwischen 350 u. 700 ?mol/l (4 u. 8 mg/dl). Streng eiweißarme Kost (0,35–0,4 g Eiweiß pro kg Körpermasse u. Tag) bei Kreatininwerten über 700 ?mol/l (8 mg/dl). Prakt. Diätdurchführung ist nach dem Prinzip der Kartoffel-Ei-Diät (selektiv proteinarm) o. Schwedendiät (gemischt proteinarm) mögl. Bei der Schwedendiät ist eine Substitution mit essentiellen Aminosäuren o. deren Ketoanaloga notwendig. Eiweißarme Diätmittel sind erforderl., um überwiegend biol. hochwertiges Eiweiß zuführen zu können. Dialysepatienten benötigen eine eiweißreiche (ca. 1,2–1,4 g Eiweiß pro kg Körpermasse u. Tag) u. kalorienreiche (150 kJ pro kg Körpermasse u. Tag) Kost.

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