Omphalozele - Medizinlexikon

Nabelschnurbruch, Exomphalos, Hernia funiculi umbilicalis; Fortbestehen des physiol. Nabelschnurbruchs. Inhalt je nach Größe Darm u. Leber. Regelmäßig ist eine Malrotation des Darms (Malrotatio intestini) zu finden, meist Nonrotation. Die Hülle wird aus Amnionepithel u. Wharton-Sulze (Bindegewebe, gallertiges) gebildet. Selten rupturiert eine O. bei der Geburt, so daß die Baucheingeweide frei hervorfallen. Progn. abhängig von der Schwere weiterer Fehlbildungen (Anenzephalie, Herz-, Zwerchfell-, Wirbelsäulendefekte), Größe der O., frühzeitiger Behandlung, evtl. Infektion u. anderen Faktoren. Operative Behandlung: schichtweiser prim. Verschluß des Defekts o. zunächst Deckung mit Haut o. Fremdmaterial. Konservative Behandlung (große O., weitere Risikofaktoren): Bepinselung des Omphalozelensacks mit adstringierenden Substanzen soll zur allmähl. Schrumpfung führen. Abb.

Omphalozele
Omphalozele

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