Optikusatrophie - Medizinlexikon

Sehnervenatrophie, Atrophia nervi optici; partielle O.: nur auf einzelne Abschnitte beschränkt. Nur temporale Abblassung der Papille meist durch unvollständige O. bedingt. Prim. O.: genet. bedingte Erkrankung, kommt kongenital als autosomal dominante u. rezessive Form vor. Beide Formen mit Nystagmus; die dominante Form meist als partielle O. Die juvenile O. kommt ebenfalls autosomal dominant o. autosomal rezessiv vor, beide Formen ohne Nystagmus, wobei die rezessive Form mit Diabetes u. Hörverlust kombiniert u. eine totale O. ist, während die dominante Form partiell ausgeprägt ist. Ferner die im Kindesalter einsetzende Behr-Optikusatrophie u. die im Jugendalter beginnende Leber-Optikusatrophie. Je nach Verlauf absteigende Form: einfache Atrophie, Schwund der Axone, Gliofibrose; aufsteigende Form: nach Papillitis, Stauungspapille, bei Retinopathia pigmentosa. Sek. O.: durch vorausgehende Krankheiten verursacht: Neuritis nervi optici, Tumoren, Glaukom (glaukomatöse O.), Retinopathien, Stauungspapille, Phthisis bulbi, Gehirn- u. Rückenmarkleiden, Syphilis, Durchblutungsstörungen, Kontusion, direkte Verletzungen o. Blutungen. Abb.

Glaukomatöse Optikusatrophie<br />1: Halo glaucomatosus; 2: randständige Papillenexkavation mit bajonettförmig abgeknickten Gefäße
Glaukomatöse Optikusatrophie
1: Halo glaucomatosus; 2: randständige Papillenexkavation mit bajonettförmig abgeknickten Gefäße

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