Osmometer - Medizinlexikon

Gerät zur Messung des osmotischen Drucks o. der Osmolalität. Der osmot. Druck wird zumeist indirekt über die Gefrierpunkt- bzw. Dampfdruckerniedrigung der Lösung gemessen. In der Laboratoriumsdiagnostik wird der sog. kolloidosmot. (onkot.) Druck, der von gelösten Makromolekülen (Proteinen) bewirkt wird, mit Membranosmometer gemessen. Deren Kernstück ist eine proteinspezif. semipermeable Membran. Geräteklassifikation: 1. Direkte Osmometrie, die den osmot. bzw. kolloidosmot. Druck direkt bestimmenden Geräte werden unterschieden in stat., dynam. u. Kompensationsgeräte. 2. Indirekte Osmometrie, Dampfdruck- bzw. Gefrierpunkterniedrigung messend. Letzteres erfolgt auf der Basis des Peltier-Effekts (Temperaturverlauf). Eichung mit destilliertem Wasser. Moderne mikroprozessergesteuerte Geräte arbeiten im Halbmikro- bzw. Mikrobereich. Abb.

Osmometera: Temperaturverlauf bei reinem Wasser; b: bei einer Lösung
Osmometera: Temperaturverlauf bei reinem Wasser; b: bei einer Lösung

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